
Daniel Silva Der Schläfer Gabriel-Allon-Thriller
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Mitten in der Stadt – Silva schickt den Terror nach Europa
Selbstmordattentäter legen in Rom die Botschaft Israels in Schutt und Asche und töten zahllose Menschen. Dem israelischen Agenten Gabriel Allon bleibt nicht viel Zeit, um den Kopf dieses grausamen Unternehmens aufzuspüren. Aber er findet nicht mehr als einen Namen: Chaled al-Chalifa, ein Mann ohne Gesicht. Und so jagt Allon einem Phantomterroristen hinterher, der mit unsichtbarer Hand bereits einen noch entsetzlicheren Anschlag plant … (Klappentext)
Wieder einmal ist Rom Ziel eines Anschlags geworden. Silva ist wohl ein wenig ambivalent Italien gegenüber …
Silva versucht sich in der Erklärung des Nahostkonflikts. Schon dieser Versuch ist im Ansatz zum Scheitern verurteilt. Sein Geheimdienst-Ex-Chef erklärt die Welt aus der Sicht des Uniformierten. Alle Palästinenser sind Arafat-hörige potenzielle Selbstmordattentäter, die schon im Ansatz verdächtig sind. Israel will den Frieden, alle anderen nicht. Selbst Europa schlägt sich auf die Seite der anderen. Nun, so einseitig habe ich lange nichts mehr über den Konflikt gelesen.
Nimmt man nun den Roman als das, was er ist, also Fiktion, lässt man die real-politischen Überzeugungen außen vor, also geht mann davon aus, dass das Buch auf dem Mond spielt, dann ist es doch ein interessanter Plot, der das Lesen bis zum Schluss spannend hält.
Als Urlaubsbuch wirklich gut, als politisch motiviertes Lesen unmöglich und in seiner Einseitigkeit ein Desaster.
Grit Müller
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